03. 02. 16

Gedenkgottesdienst für Franz Neubauer

Zur Erinnerung an Staatsminister a.D. Franz Neubauer wurde am 30. Januar 2016 in der Heilig-Geist-Kirche am Viktualienmarkt ein Gedenkgottesdienst gefeiert. Die Sudentendeutsche Landsmannschaft ehrte damit ihren Altsprecher und Ehrenvorsitzenden, der den Verband von 1982 bis 2000 geführt hatte. Klaus Stöttner, MdL war es wichtig seinem Vorgänger die Ehre zu erweisen: „Franz Neubauer hat Großes für Rosenheim und Bayern geleistet! Sein politisches Erbe ist mir Auftrag und Verpflichtung!“

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, MdEP a.D., zu einem Empfang ins Sudetendeutsche Haus geladen. Diesem wohnte auch der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber mit Ehefrau Karin bei. Stoiber war immer ein großer Unterstützer der Sudetendeutschen und auch Karin Stoiber fühlt sich sehr verbunden, unter anderem weil sie mit ihrer Familie aus der gleichen Ortschaft im Egerland vertrieben wurde, wie Franz Neubauer.

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft wurde mit dem Ziel gegründet, die Interessen der Sudetendeutschen, also der 1945/46 aus der damaligen Tschechoslowakei und dort überwiegend aus dem Sudetenland vertriebenen Deutschböhmen und Deutschmährer zu vertreten. Heute will der Vertriebenenverband die über drei Millionen Sudetendeutschen, welche nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat, in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien vertrieben und über die ganze Welt verstreut wurden, und ihre Nachkommen als politische, kulturelle und soziale Gemeinschaft erhalten und ihre Belange in der Heimat sowie in den Aufnahmegebieten wahren. Sie wollen an einer gerechten Völker- und Staatenordnung mitzuwirken, in der die Menschen- und Grundrechte, das Recht auf die Heimat und das Selbstbestimmungsrecht der Völker und Volksgruppen für alle gewahrt und garantiert werden. Dazu gehört, dass die EU Grundrechtecharta in allen ihren Teilen für alle EU-Mitgliedstaaten uneingeschränkt verbindlich gemacht wird. Verstöße gegen diese Rechte wie Völkermord, Vertreibungen, ethnische Säuberungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, menschen- und völkerrechtswidrige Enteignungen sowie Diskriminierungen weltweit sollen geächtet werden und dort, wo sie erfolgten, auf der Grundlage eines gerechten Ausgleiches geheilt werden. Außerdem möchte die Sudetendeutsche Landsmannschaft ihr Landsleute wirtschaftlich und sozial zu betreuen, das kulturelle und wissenschaftliche Erbe der Heimat als Teil der deutschen und europäischen Kultur pflegen, fördern und weiterentwickeln. Abschließend möchte der Verband zur Verständigung der Völker in Europa auf der Basis von Wahrheit und Recht, insbesondere zur Herstellung von partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen, beitragen.

In diesem Jahr ist Baubeginn des Sudetendeutschen Museums München, das 2018 eröffnet werden soll. Das 20-Millionen-Euro-Projekt, das zu zwei Dritteln vom Freistaat Bayern finanziert wird, will über die damalige Zeit, wichtige Ereignisse und auch über den Alltag der Vertriebenen informieren.

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