Gastronomie- und Tourismusbetriebe in der Region vorbildlich aufgestellt

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Der Präsident des Tourismusverbands Oberbayern, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, hat das Pfingstwochenende genutzt, um einige Gastronomie- und Tourismusbetriebe in der Region zu besuchen und mit den Betreibern über den Umgang mit den Corona-Beschränkungen zu sprechen.

Der Campingplatz Stein am Simssee ist seit Samstag wieder geöffnet. Einiges ist anders als sonst: Laut den Betreibern Andrea und Josef Stein ist in den Innenbereichen wie der Rezeption oder den Sanitäranlagen Mund-Nasen-Schutz Pflicht, in den Außenbereichen müssen die Mindestabstände eingehalten werden. Aufgrund der besonderen Voraussetzungen und da viele Familien ihren Urlaub in Bayern verbringen wollen, sind die Kapazitäten eingeschränkt und der Andrang riesig. Die Steins hoffen darauf, dass Gäste, die ihren Urlaub nicht antreten können, frühzeitig stornieren, damit andere Familien die freien Kapazitäten nutzen können. Klaus Stöttner findet den Umgang mit den aktuellen Beschränkungen lobenswert. „Es ist nicht einfach, so viele Regeln in so kurzer Zeit umzusetzen und die Gäste dennoch bestmöglich zu versorgen. Hier ist die Handhabung bisher optimal gelungen.“ Familie Stein dankte dem Abgeordneten, dass er sich in den vergangenen Wochen für die gesamte Tourismusbranche eingesetzt hat und insbesondere einige Lockerungen für Campingplätze erreichen konnte.

 

Auch im Gasthof Hirzinger bleiben in der Gaststube und im Biergarten noch viele Plätze frei, damit die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Es gibt ein Wegekonzept mit separatem Ein- und Ausgang, Desinfektionsstationen und am Eingang werden die Namen und Telefonnummern der Gäste erfasst. Selbst für die Toiletten gelten spezielle Regeln, damit auch hier die Abstände eingehalten werden können. Inhaber Lorenz Hilger und seine Tochter Raphaela Hof verlangen die Auflagen einiges ab, gemeinsam mit ihren Mitarbeitern konnten sie die Vorgänge aber so optimieren, dass die Gäste einerseits geschützt sind, andererseits ihren Aufenthalt aber auch genießen können. Lorenz Hilger würde sich wünschen, dass er bald wieder Tagungen und Familienfeiern durchführen darf, da dies ein wichtiges Standbein seines Betriebes sind. Klaus Stöttner setzt sich bereits dafür ein, dass Tagungen schon bald wieder möglich sind und schlägt hierfür ein Vorgehen in Schritten mit zunächst 30, dann 50 und später mehr Teilnehmern vor. „Seit dem 30. Mai sind Präsenzangebote der Erwachsenenbildung und weitere Bildungsangebote wieder möglich. Im Sinne der Gleichbehandlung sollten auch Tagungen in Hotels wieder erlaubt werden.“

 

Die Chiemseeschifffahrt befördert nach langen Wochen wieder mehr Fahrgäste. Seit März wurde der Fahrplan lediglich für nicht-touristische Zwecke aufrechterhalten. Seit dem Pfingstwochenende können auf den Schiffen wieder bis zu 60% der Kapazität genutzt werden und auch hier gelten nun besondere Regeln: Innen und außen besteht wie im ÖPNV Maskenpflicht, die Gäste werden gezählt, Speisen und Getränke gibt es nur zur Mitnahme. Das Personal ist angehalten, die Einhaltung der Regeln zu überwachen, dies reicht von der Kontrolle bereits am Steg bis hin zur Aufforderung an die Gäste, auch in den Außenbereichen ihre Masken zu tragen. Michael Feßler blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft, da sich die Lage entspannt und von Tag zu Tag mehr Gäste kommen. Als Unternehmer war er nicht glücklich mit den Maßnahmen der Staatsregierung, er hält sie aber nach wie vor für absolut richtig und notwendig. „Die Bewältigung der Krise wird uns nur gelingen, wenn wir alle zusammenhalten und jeder seinen Beitrag leistet.“

 

Für Klaus Stöttner ist die Öffnung der Tourismus- und Freizeitbetriebe in der Region ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität. „Die Wiedereröffnung ist nicht nur für die jeweiligen Betreiber wichtig, sondern für die gesamte regionale Wirtschaft, die vom Tourismus abhängt.“ Die Umsetzung der Maßnahmen durch die Unternehmerinnen und Unternehmer überzeugen ihn: „Alle Regeln werden genauestens befolgt, die Betreiber schützen ihre Gäste bestmöglich und bieten ihnen dennoch schöne Erlebnisse. Wichtig ist, dass auch die Gäste ihren Beitrag leisten und die Gastgeber dadurch entlasten.“ Insgesamt blickt der Präsident des Tourismusverbands Oberbayern zuversichtlich in die Zukunft, da die Region bestens auf die Wiedereröffnung vorbereitet war und viele Betriebe die Corona-bedingte Zwangspause für Umbauten und Verbesserungen genutzt haben.


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